Passionsgeschichte in Musik, Sprache und Kunst
Großes Jahreskonzert von Chorisma Cannstatt - Ensemble führt Leidensgeschichte auf, reduziert auf ihren wesentlichen Kern

Am Sonntag, 15. März um 19 Uhr, gibt Chorisma Cannstatt in der Liebfrauenkirche ein außergewöhnliches Konzert. Abseits des herkömmlichen Repertoires wird das Vokalensemble unter der Leitung von Ulrich Hafner mit der Passionsmeditation „WEGE“ sprichwörtlich neue Wege beschreiten. Die musikalisch inszenierten Schritte der Leidensgeschichte werden von meditativen Texten und eigens geschaffenen Weg-Bildern begleitet. Wegen der großen Publikums-Interesses wird es auch bei diesem Konzert eine öffentliche Hauptprobe um 16 Uhr geben.
Mit der Passionsmeditation „WEGE“ reduziert Chorisma Cannstatt das Wesentliche der Passion auf einen meditativen Kern, sodass sich die Konzertbesucher intensiv mit den biblischen Geschehnissen auseinandersetzen können. Unterstützt von Band, Solistin und einer Moderatorin erzählt Chorisma die Leidensgeschichte auf eine ganz neue Weise. So beschränkt sich das Ensemble in „WEGE“ nicht auf die historischen Ereignisse; vier Stationen der Passionsgeschichte spiegeln die Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens wider. Glücksmomente und das Erleben unerwarteter Wegkreuzungen finden ebenso ihren Niederschlag wie Auswege aus vermeintlichen Sackgassen.
Zeitlose Botschaften in reduzierter Darstellung
Visuell begleitet wird die musikalische Mediation von eigens geschaffenen vier Wegbildern der Stuttgarter Künstlerin Kerstin Rehbein. Sie werden die Stationen auf eigene Weise interpretieren und dienen als visuelle Brücke. Durch diese Verbindung von Musik, Text und Kunst erleben die Konzertbesucher die zeitlose Botschaft der Passion tiefer und intensiver und werden angeregt, vor allem über die eigenen Lebenswege nachzudenken. Denn die Passion endete nicht vor 2000 Jahren am Kreuz, sondern setzt sich im Alltag von Menschen fort, die in einer Sackgasse stecken, sich nach einem Ausweg sehnen oder Kraft für einen Neuanfang suchen. Eine dezente Hintergrundbeleuchtung und die – im Vergleich zu den bisherigen Chorisma-Konzerten – reduzierte Inszenierung versprechen einen außergewöhnlichen Abend.
Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

