Musica femina - Orgelsammelband
Der Notenband „Musica Femina – Orgelwerke von Komponistinnen des 19. und 20. Jahrhunderts“ ist eine bemerkenswerte Neuerscheinung im Strube Verlag (Hrsg. Peter Wagner/ 28 €), die versucht, eine sichtbare Lücke im Orgelrepertoire zu schließen. Auf 128 Seiten versammelt die Ausgabe 50 Werke von 25 Komponistinnen aus 10 Nationen, darunter Frankreich, England, Deutschland, Schweden, Belgien, Ungarn, Niederlande, Österreich, den USA und Australien, – ein geografisch abwechslungsreicher Querschnitt durch zwei Jahrhunderte weiblichen kompositorischen Schaffens.
Charakteristisch für die Sammlung ist ihre große stilistische Bandbreite. Neben Präludien und Fugen sind romantische Charakterstücke, festliche Märsche, Fanfaren und kleinere Formen wie Lied, Scherzo, Canon zu finden. Die Kompositionen bewegen sich überwiegend in einer spätromantischen bis gemäßigt modernen Klangsprache im leichten bis mittleren Schwierigkeitsgrad. Neben Originalkompositionen gibt es auch einige Bearbeitungen von Klavier- oder Chorwerken. Die abwechslungsreiche Mischung aus genuiner Orgelmusik und klanglich reizvollen Übertragungen lässt sich sehr gut im Gottesdienst und Unterricht einsetzen. Viele Kompositionen sind kurz und übersichtlich notiert, was ihre praktische Verwendbarkeit zusätzlich unterstützt.
Neben Namen wie Fanny Hensel, Clara Schumann, Cécile Chaminade oder Nadia Boulanger befinden sich in dieser Ausgabe auch weniger bekannte Komponistinnen, deren Werke eine lohnende Entdeckung darstellen.
(Regionalkantorin Susanne Obert)
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