Kirchenmusikalische Werkwoche

Zur 30. Werkwoche für Organisten und Chorleiter lud wieder das Amt für Kirchenmusik unter der Leitung von Dr. Hans Schnieders in das Kloster nach Schöntal ein.

Sängrinnne und Sänger im Chorraum der Klosterkirche Schöntal
Foto: Reiner Schulte

Mit mehr als 90 Teilnehmern und Referenten war die Veranstaltung im Kloster Schöntal  vom 9.–14. Juni 2025 komplett ausgebucht. Die Tage hatten  folgende Struktur: Morgenandacht – Chorsingen im Plenum – Kurse. Am Nachmittag: Kurse – Vesper – Abendprogramm.

Im reichhaltigen Kursangebot standen u.a. Themen wie: Impro von feurigen Toccaten auf der Orgel, chorische Stimmbildung, Neuerscheinungen im Popchor, gregorianischer Choral in der Praxis, Intonationen zum Kirchenlied, Groove auf der Orgel, Kompositionen von Arvo Pärt und einiges mehr.

Aus 15 möglichen Kursangeboten konnten die Teilnehmer 4 auswählen, die sich auf jeweils 2 halbe Tage verteilten. Für einen schnellen und kurzen Einblick in’s Thema ist dies eine gute Lösung. Es melden sich aber auch Stimmen, die mit nur 2 Kursen über die 4 Tage sich eine Vertiefung der jeweiligen Thematik wünschen.

Erfrischend das mehrmals tägliche Chorsingen mit rund 90 starken und sicheren Stimmen. Da schlägt jedem Chorleiter und Sänger das Herz höher. Mit einer Vielfalt an Literatur verschiedenster Komponisten zum gottesdienstlichen Gebrauch lernten wir  viel neues Unbekanntes, das wir in unser wöchentlichen Chorpraxis gut weiterverwenden können.

Die Abende wurden gestaltet mit einer Komplet, einer liturgischen Wanderung zur Wallfahrtskapelle nach Neusaß, einem Vortrag zu den neuen Gema-Spielregeln und dem Beantragungsverfahren. Der legendäre Bunte Abend durfte natürlich nicht fehlen, der uns u.a. ein neues Musikinstrument kennen lernen ließ. Wenn der geneigte Leser noch nicht weiß, was ein Otamatone ist, mache er sich mal im Internet schlau. In einer furiosen Darstellung mit höchster Schauspielkunst durch Tobias Wittmann und seinem Team bogen wir uns vor Lachen.

Das Referenten-Team bestand neben Kai Lünnemann (Osnabrück/Lotte), Sebastian Nöcker (Mannheim) aus Regionalkantorin Marion Kaßberger, den Regionalkantoren Thomas Frey, KMD Thomas Gindele, KMD Franz Güthner und Tobias Wittmann sowie dem Amtsleiter Dr. Hans Schnieders und seinem Stellvertreter Reiner Schulte. Die geistliche Begleitung hat die Präsida des Diözesan-Cäcilienverbandes übernommen, Pastoralreferentin Ruth Buchschuster

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil einer solchen Werkwoche ist auch der reichhaltige Gedanken- und Erfahrungsaustausch unter so vielen Kollegen. Das Teilen von Freud und Leid, von neuen Ideen und Mißerfolgen, wie es nun im täglichen Leben uns allen geht. Besänftigt und erstarkt, mit viel Euphorie am Ende wieder nach Hause zu fahren. Mit einem Rucksack voll von schönen Erlebnissen, Erfolgen und neuer Kraft mit Musik in der eigenen Heimatgemeinde die Menschen froh zu stimmen, daß machen die Werkwochen unserer Diözese so lukrativ und reizvoll.

Vincenz Krol