Karmette - Arbeitshilfen
Am Karfreitag und Karsamstag feiert die Kirche keine Eucharistie. Neben der Feier vom Leiden und Sterben Christi zur Zeit der Todesstunde Jesu, versammeln sich Gläubige auch zur Trauermette, die der Tradition der Tagzeitenliturgie folgt. Diese Feier ist geprägt durch die Klagelieder des Propheten Jeremia. Mit dieser Broschüre wollen wir diese Tradition unterstützen, und allen, die eine solche Feier leiten und mitgestalten, eine Hilfe bieten, die vor allem die Klagelieder (Lamentationes) des Jeremia in jener Form und Melodie enthält, die in der Diözese Rottenburg-Stuttgart vertraut ist.
Der alte Brauch, brennende Kerzen aufzustellen, die während der Karmette nach und nach ausgelöscht werden ist eindrücklich. Die vorliegende Handreichung geht von 15 Kerzen aus: Vierzehn Kerzen gelten als Symbole für die elf Apostel und die drei Marien: Maria, Maria, die Frau des Klopas und Maria von Magdala (Joh19,25). Die 15. Kerze ist eine meist größere Kerze in der Mitte als Symbol für Christus. Wo vorhanden, kann für diese Kerzen ein Triangel-Leuchter (auch Trauermetten-Leuchter oder Tenebrae-Leuchter genannt) verwendet werden. Nach jedem Element der Trauermette wird eine Kerze ausgelöscht, abwechselnd rechts und links, beginnend von außen. Am Schluss der Karmette brennt nur noch die Christuskerze. Diese kann am Karsamstag als Zeichen für den im Grab liegenden Christus ebenfalls gelöscht werden. Steht kein Leuchter zur Verfügung, können die Kerzen auf der Längsseite des Altars, der Gemeinde zugewandt, aufgestellt werden.
Die beiden Arbeitshilfen (Liedblatt und Vorsängerverse des Klageliedes) können für den gottesdienstlichen Gebrauch vor Ort ausgedruckt werden. (Eine gedruckte Fassung ist daher beim Amt für Kirchenmusik nicht erhältlich). Die Arbeitshilfen bieten die beiden wesentlichen Elemente der Karmette, die das Gotteslob nicht bereithält: die Klagelieder in der Rottenburger Fassung und die Information über das Löschen der Kerzen des Tenebrae-Leuchters,
Karmette, Klagelied - Kantor/Schola


