Erster ökumenischer Kirchenmusiktag in Biberach
Rund 300 katholische wie evangelische Sängerinnen und Sänger haben am Samstag, den 11. Oktober, die simultane Stadtpfarrkirche in Biberach gefüllt. Nach einer kleinen Andacht wurde für den Abendgottesdienst geprobt. Klangprächtig und in lockerer Atmosphäre wurden die Werke schnell erarbeitet. Kirchenmusikdirektor DKM Matthias Wolf und Bezirkskantorin Saskia Eger leiteten die Proben gemeinsam. Überall begegnete man strahlenden Gesichtern.
Dekanatskirchenmusiker Thomas Fischer war an der großen Orgel zu hören und bildete am Morgen in einem Workshop nebenamtliche KirchenmusikerInnen im Orgelspiel weiter. Dekanatskirchenmusikerin Naho Kobayashi, die am E-Piano tätig war, leitete einen Workshop für Pop-Piano. Zudem konnten Interessierte sich bei Frau Stoertzenbach UMD a.D. in Chorleitung weiterbilden. So waren bereits am Morgen rund 50 Musikbegeisterte beider Konfessionen in der Kirche zusammengekommen.
Der musikalische Abschlussgottesdienst, dem die stellvertretenden Dekanen Dekanatspräses Dörflinger und Stadtpfarrer Wruck vorstanden, füllte die Kirche und brachte den Raum mit Werken aus allen Zeit- und Stilepochen der Kirchenmusik zum Klingen. So erklang u.a. das raumfüllende „Jubilate“ von Stanford, die Taize-Vertonung „Singet dem Herrn“, ein rhythmisch-betonter Satz zu „Bewahre uns Gott“ oder der Bachsche Choralsatz „Nun danket alle Gott“ aus Kantate 79. Es war ein Genuss gemeinsam Gott zu loben durch die Musik und aller Freude daran Ausdruck zu verleihen. Mit der virtuos vorgetragenen Toccata h-Moll von E. Gigout - gespielt von DKM Fischer - endete ein beeindruckender Gottesdienst und der Wunsch der Wiederholung eines solchen Tages wurde allgemein geäußert.
Bezirkskantorin Saskia Eger


