Dorico
Notensatzprogramme sind ja mittlerweile in großer Anzahl auf dem Markt erhältlich und für viele Anwendungen sind zweifellos Programme mit geringem Funktionsumfang und entsprechend niedrigen Anschaffungskosten auskömmlich. Um einen Orgelsatz zu digitalisieren, wird man keine Software für mehrere hundert Euro kaufen müssen.
Möchte man ins Detail gehen und legt auf ein sauberes (und gut lesbares) Notenbild wert, möchte man ein mehrsätziges Werk erstellen, ein Liedheft oder eine Arbeit, die ein aufwändiges Layout erfordert, sollte man einen Blick auf das Notensatzprogramm DORICO aus dem Hause Steinberg (https://www.steinberg.net/de/dorico/) werfen, welches vor wenigen Jahren erst entwickelt wurde und in mehreren Funktionsumfängen angeboten wird. Es läuft auf Mac, Windows und ferner auf dem iPad.
Anders als andere Programme funktioniert Dorico wie ein Desktop Publishing Programm, Noten-, Text- und Grafikrahmen lassen sich frei platzieren und eröffnen dadurch gestalterische Möglichkeiten, die andere Programme nicht bieten. In einem Dokument lassen sich mehrere Partien anlegen (die z.B. den Sätzen eines größeren Werkes entsprechen können), was ebenfalls eine notationstechnische und gestalterische Flexibilität nach sich zieht.
Mit Popover-Fenstern lassen sich auf einfache Art und Weise u.a. Generalbass, Fingersätze, Akkordsymbole, Verzierungen etc. eingeben.
Ein bisschen Einarbeitungszeit sollte man, v.a. wenn man schon mit anderen Programmen wie Finale oder Sibelius gearbeitet hat, einplanen. Die überzeugenden Ergebnisse sind jedoch der Mühe wert.
KMD Volker Linz

