45. Internationales Pueri Cantores Festival 16.-20.7.2025 in München

4500 junge Sängerinnen und Sänger aus 166 Chören und ca. 16 Ländern trafen sich 5 Tage in München um gemeinsam miteinander in Gottesdiensten, Friedensgebeten und Konzerten zu singen, beten und feiern. Aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart nahmen 5 Chöre mit insgesamt 150 Sängerinnen und Sängern teil (Strohgäukantorei Korntal-Münchingen, Jugendchor St. Columban Friedrichshafen, Jugendchor Wurmlingen, Jugendchor St. Johannes Bad Mergentheim, St. Georgs Chorknaben Ulm).

Sängerinnen und Sänger beim Abschlussgottesdienst
Foto: Christian Klenk

Gute Tradition bei Internationalen Treffen sind die sogenannten Nationalgottesdienste in denen sich Sängerinnen und Sänger der gleichen Sprache treffen um gemeinsam den Gottesdienst musikalisch zu gestalten und zu feiern. Auf diverse Kirchen der Innenstadt verteilt, gab es auch Begegnungskonzerte, die vorab von den Chören vorbereitet wurden. Wenn die Chöre Zeitfenster hatten, in denen sie selbst keine gesangliche Verpflichtung hatten, konnten sie bei Konzerten anderer Chöre zuhören oder bei einem der Workshops von Jodeln bis Trommeln teilnehmen. Der Verband steht nicht zuletzt für soziales Engagement. So wurde der Gesang zu Menschen gebracht, die keine Veranstaltungen besuchen konnten: die Chöre sangen in Krankenhäusern, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen und sogar im Frauengefängnis der JVA Stadelheim. 34 Einrichtungen wurden von Chören besucht und mit Gesang beschenkt. Beeindruckend waren auch die gesungenen Friedensgebete. Die gesungene Bitte um Frieden – leider auch in unseren Zeiten brandaktuell – wurde buchstäblich aus den Kirchen hinaus auf die Plätze getragen und damit in die Stadtgesellschaft, die dieses großartige Festival nicht übersehen konnte. Denn zu großen Teilen war der Marienplatz während der Veranstaltungen für alle 4500 Teilnehmer des Festivals abgesperrt, sodass nur eine Gasse um die feiernde Jugend herum blieb. Vor und nach den Großveranstaltungen der 5 Tage war der Platz für alle geöffnet aber die große Bühne und die Veranstaltungstechnik sorgte auch in dieser Zeit für Aufmerksamkeit. Die Veranstalter hatten einen guten Draht nach oben, sodass bis auf die Eröffnungsveranstaltung der Regen gänzlich ausblieb. Im Gegenteil: Die Festivalsonnenhüte waren oft nötig wegen der prallen Sonne, gerade auch im Abschlussgottesdienst u. a. mit Kardinal Marx auf dem Marienplatz. Aus feuerpolizeilichen Gründen durften keine Bänke oder Stühle aufgestellt werden. Dafür gab es Pueri-Sitzkissen, die - wie das Festival Notenbuch - im Pueri-Rucksack transportiert werden konnten. Für das leibliche Wohl wurde im „Augustiner“ und im „Hofbräuhaus“ gesorgt. Getränkestationen gaben an die Teilnehmer Wasser und Apfelschorle aus. Die Organisatoren vor Ort und aus den verschiedenen Gremien der Pueri Cantores hatten an jedes Detail gedacht, sodass das Festival für alle ein unvergessliches Erlebnis wurde. Das Motto „Cantate Domino – Vielstimmig für den Frieden“ klingt bei allen sicher noch lange nach!

Thomas Stang, Vorsitzender des Diözesanverbandes der PUERI CANTORES Rottenburg-Stuttgart